- aus Stern.de 05.12.2011 -

Yoga als Therapie - Die Kunst des Biegens
Eine Essener Klinik für chronisch Kranke setzt gezielt Yoga in ihren Therapien ein. Für viele Patienten ist die indische Bewegungs- und Meditationslehre der erste Schritt zurück ins Leben:
"... Ungläubig schaut die zierliche Mittvierzigerin ihren Armen nach, die immer länger und länger zu werden scheinen. Kann es wirklich sein, dass sie, die seit einem Jahr unerträgliche Schulterschmerzen hat und die Arme gestern kaum heben konnte, heute so weit nach oben kommt, in ihrer zweiten Yogatherapiestunde? "Unglaublich, es tut nicht weh. Ich wusste ja gar nicht, was ich noch kann", sagt sie am Ende. Den Stab nimmt sie mit aufs Zimmer, um dort weiterzuüben und das wohlige Gefühl der Dehnung und Öffnung zu genießen..."



- aus Stern.de 25.06.2010 -


Yoga

Beim Yoga bewegen Sie sich langsam, verharren in bestimmten Positionen und machen dabei Atem-Übungen. Das dehnt und kräftigt den Körper - und entspannt den Geist.

Geeignet für fast alle Rückengeplagten
Nahezu jeder kann Yoga-Übungen machen - auch Schwangere und Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Allerdings sollten Sie vorher mit Ihrer Yogalehrerin sprechen, sie sucht dann ungefährliche Übungen für Sie aus. Wenn Ihr Rücken akut schmerzt, fragen Sie am besten Ihren Arzt, ob Yoga das Richtige für Sie ist. Einige Arten, wie etwa Bikram-, Jivamukti- oder Power-Yoga, sind körperlich sehr anstrengend und eignen sich daher eher nicht für Menschen mit Rückenschmerzen.

Risiken und Nebenwirkungen
Wenn Sie die Übungen falsch machen, können Sie Muskeln und Bänder überdehnen. Sie können sich etwas zerren oder sogar Ihre Bandscheiben schädigen. Sie sollten Yoga daher bei einem erfahrenen Trainer lernen, der Fehler sofort korrigiert. Muten Sie sich nicht zu viel zu: Eine Yogaübung darf nie wehtun!

Wirksamkeit durch Studie belegt
Wer mehrmals wöchentlich Yoga macht, kann Schmerzen im unteren Rücken lindern. Das zeigte Karen J. Sherman von der Group Health Cooperative in Seattle in einer Studie aus dem Jahr 2005. Die Teilnehmer dieser Untersuchung konnten sich besser bewegen und brauchten weniger Schmerzmittel.

Das bringt es langfristig
Yoga kräftigt den Rücken und macht gelenkig. Das beugt Verkrampfungen vor. Die Übungen können einseitige Belastungen ausgleichen und Verspannungen lösen. Yoga hilft zu entspannen, Schmerzen werden dadurch erträglicher.



- aus Stern.de 11.09.2009 -

Muskelverspannungen: Angestrengt im Hier und Jetzt

Muskelverspannungen im Rücken sind sehr schmerzhaft.

Glücklicherweise klingen die Beschwerden meist nach wenigen Tagen wieder ab. Trotzdem sollten Sie sie als Aufforderung verstehen, sich ein bisschen Ruhe zu gönnen - ohne dabei auf Bewegung zu verzichten.

Was genau die Schmerzen im Rücken verursacht, lässt sich oft gar nicht herausfinden: Vielleicht haben Sie Zugluft bekommen. Oder Sie haben eine ungewohnte Bewegung gemacht. Oder Sie sind zu lange Auto gefahren. Womöglich sind auch eine verschlissene Wirbelsäule oder Zerrungen und Überdehnungen, die Ihre Rückenmuskulatur schmerzhaft beanspruchen, schuld an Ihren Beschwerden.

Vielleicht fühlen Sie sich aber seit geraumer Zeit bei Ihrer Arbeit überfordert. Oder Sie sind bedrückt, weil Sie sich Sorgen um Ihre Familie, ums Geld machen. Dieser Stress belastet auf Dauer nicht nur Ihre Seele, sondern auch Ihren Rücken. Die Sorgen führen nämlich dazu, dass Sie eine verspannte Körperhaltung einnehmen und sich verkrampfen– und das tut Ihnen nicht gut.

Verspannungsbedingte Schmerzen im Rücken können innerhalb weniger Tage immer stärker werden. Manchmal schießen sie auch in wenigen Minuten ein: Das ist dann der berühmte Hexenschuss; er setzt Sie von einer Sekunde auf die andere außer Gefecht. Sie spüren den Schmerz dann als dumpfes Ziehen. Die betroffenen Muskelpartien reagieren sehr empfindlich auf Druck. Die Schmerzintensität verändert sich - je nach dem, wie Sie stehen, sitzen oder liegen.

Ihre Grundspannung ist erhöht

Die Körpergrundspannung, der Muskeltonus, sorgt dafür, dass Sie tagsüber nicht einfach in sich zusammensacken, sondern aufrecht gehen, stehen und sitzen – ohne dass Sie darüber nachdenken. Legen Sie sich schlafen, fällt der Muskeltonus ab. Der Körper erholt sich, die Muskeln relaxen. Eine schmerzhafte Verspannung im Rücken aber erhöht die Grundspannung. Sie haben dann das Gefühl, bestimmte Bereiche Ihres Rückens sind extrem verhärtet und tun weh.

Die Grundspannung des Körpers wird aufgebaut von den motorischen Nerven. Senden diese zu viele Reize aus, erhöht sich der Muskeltonus. Das belastet das Muskelgewebe. Es wird nicht mehr so gut durchblutet, dadurch mangelt es an Sauerstoff. Die Muskeln verhärten sich, das spüren sie als Qual im Rücken.

Die inzwischen verhärtete und wenig dehnbare Muskulatur zerrt zudem noch an den Sehnen. So haben Sie nicht nur das Gefühl, dass die Muskeln verspannt sind, auch die Ansatzpunkte der Sehnen an den Knochen tun weh. Das Zusammenspiel der Rumpfmuskulatur gerät aus dem Gleichgewicht, automatisch versuchen Sie, eine Schonhaltung einzunehmen. Doch genau diese unnatürliche Körperhaltung verursacht Ihnen zusätzliche Beschwerden. Es entsteht ein Teufelskreislauf aus Muskelverspannung - Schmerz - Fehlhaltung - Schmerz.

Finden Sie wieder Ihre Balance
Das Wichtigste ist, dass Sie die akuten Schmerzen behandeln und Ihre Balance wiederfinden. Spannen Sie bewusst ein paar Tage aus. Bewegen Sie sich aber trotzdem. Auch Stufenlagerung auf einem Stuhl oder Schaumstoffkissen, Wärme oder Kälte können helfen. Unterstützend können Sie kurzfristig ein Schmerzmittel nehmen, das Sie rezeptfrei in der Apotheke bekommen.

Bewegung hilft, Stress abzubauen und einem verspannten Rücken vorzubeugen. Laufen Sie oder fahren Sie Rad. Relaxen Sie mit Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson, mit Yoga oder Tai Chi. So halten Sie Ihren Körper fit - und träufeln gleichzeitig Balsam in Ihre Seele.



- Auszug aus Stern.de 25.03.2010, Lea Wolz -

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Fehldiagnosen und unnötigen Operationen

Für die Fachärztin Ingrid Mühlhauser, die an der Universität Hamburg Gesundheitswissenschaften lehrt und mehrere Arbeiten über Früherkennungsuntersuchungen, darunter auch zur Mammografie, veröffentlicht hat, sind die Ergebnisse der dänischen Studie wenig überraschend. "Für einzelne Frauen hat das Screening unbestreitbar einen Nutzen", sagt sie. "Daneben kommt es allerdings zu Fehldiagnosen und unnötigen Operationen, Chemotherapien und Strahlenbehandlungen, bei denen Tumore bekämpft werden, die nie Probleme bereitet hätten." Laut einem ebenfalls von Peter Goetzsche, dem Autor der aktuellen Untersuchung, verfassten Cochrane-Review wird unter 2000 Frauen, die über einen Zeitraum von zehn Jahren zum Mammographie-Screening gehen, das Leben einer Frau dadurch verlängert. Gleichzeitig werden zehn gesunde Frauen als Brustkrebspatientinnen eingestuft und fälschlicherweise behandelt. Auf die etwa zehn Millionen Frauen bezogen, die in Deutschland zum Screening eingeladen werden, hieße dies laut Mühlhauser: Über zehn Jahre hinweg würde das Leben von 5000 Frauen verlängert, 50.000 erhielten in diesem Zeitraum allerdings eine ungerechtfertigte Diagnose und Behandlung und bei zwei Millionen Frauen käme es zum Verdacht, der durch eine weitere Untersuchung, zum Beispiel eine Gewebeprobe, abgeklärt werden müsse. "Als Frau werden sie nie feststellen können, ob sie zu den Personen zählen, bei denen es sich um eine Überdiagnose handelt oder zu den seltenen Fällen, denen einen frühe Diagnose und Behandlung tatsächlich das Leben gerettet hat", sagt sie. Manche der behandelten Frauen wären jedenfalls ohne Screening nie zu Brustkrebspatientinnen geworden.

 


YOGA IN HOFHEIM - Dipl. Yogalehrerin (MYI) Cornelia Schuster